Vom Tauschhandel über die Märkte, den ersten Banken bis zur Wall Street


Wie war das damals ohne Konten und ohne Kreditkarten?

 

Antike Münzen - Zypernmuseum, Nikosia
Antike Münzen – Zypernmuseum, Nikosia

Nervt es Sie auch manchmal, wenn Sie im Supermarkt an der Kasse stehen, die Kassiererin fragt den Kunden vor Ihnen ob er bar zahlt oder mit Karte? 9,78 € klar wird das heute mit Karte bezahlt. Es dauert und dauert, weil der Kunde natürlich über seinen PIN nachdenken muss oder langwierig unterschreiben. Und oh Gott, manchmal klappt auch das mit der Standleitung nicht so wie es soll. Es wird sich nicht mehr ändern, es wird eher Standard werden, dass fast alles mit einer Bank- oder Kreditkarte bezahlt wird.

Aber wie war das eigentlich früher? Nein noch viel früher? Wie ist die Sache mit dem Geld entstanden und wo? Und wie hat sich das im Laufe der Jahrtausende entwickelt?

Eine kleine Zeitreise:

  • 3300 v. Chr.
    Erste kleine Marktorte entstehen im Indus-Tal als Plätze an denen Händler aus der Region einfache Waren tauschten. Aber es gab auch damals schon Tauschhandel, hauptsächlich mit Kleidungsstücken mit anderen asiatischen Gebieten
  • 6. Jahrh. v. Chr.
    In Kleinasien sind die Münzen aufgetaucht. Nun wird nicht nur getauscht, sondern Ware wird gegen Geld erworben. Die keinen Plättchen, meistens aus Edelmetall erleichtern den Handel.
  • 5. Jahrh. v.Chr.
    Der Handel über größere Entfernungen entwickelt sich. Um diesen zu fördern, werden erste Straßen gebaut, meistens von den Fürsten. König
    Dareios I. lässt eine solche Route für den Handel auf 2700 km Länge bauen.
  • 2. Jahrh. v. Chr.
    Die Buchführung der Händler wird enorm erleichtert, weil in Mesopotamien eine frühe Form der Kontoführung entsteht.
  • 115 v. Chr.
    Die Seidenstraße verbindet China mit dem Reich der Parther, damit entsteht die erste Fernhandelsroute für Waren aus China auch nach Europa.
  • 12. Jahrh.
    – In Italien wird der Wechsel erfunden – der Beginn der bargeldlosen Zahlungsweise. Bald setzt sich das in ganz Europa durch.
  • Um 1250
    Die ersten Banken entstehen – natürlich in Italien, in Siena und Florenz.
    Gründer sind Kaufleute, die darüber ihren Handel abwickeln wollen.
  • 1354
    In Lucca. Ebenfalls in Italien wird erstmalig ein Ausbilder für das betriebliche Rechnungs und Buchführungswesen direkt von der Stadt angestellt.
  • 1368
    Eigentlich nur ein Stück Papier, aber es sollte die Welt verändern. Der älteste bekannte Scheck wird in Florenz ausgeschrieben.
  • 1409
    In Antwerpen ist ein Händlerfamilie ansässig mit Namen Burse. Wir ahnen schon, was später aus diesem Namen entstehen wird.
    Damals trafen sich Geschäftsleute und handelten und tauschten Informationen aus, richtig es war das Vorbild für die späteren Börsen.
  • 1494
    Die Italiener haben nicht nur die Mafia erfunden sondern auch die doppelte Buchführung, die auf die deutschen Großkaufleute wie Fugger und Welser schleunigst übernommen haben. Luca Pacioli hat das Verdienst, dies erfunden zu haben.
  • 1531
    Die weltweit erste Börse entsteht in Antwerpen. 1540 dann die erste auf deutschem Boden in Augsburg. Dass beide Städte damals Handelszentren waren spielte eine gewichtige Rolle dabei.
  • 1776
    Adam Smith aus Schottland erfindet zumindest in der Theorie den Kapitalismus als umfassende Wirtschaftsordnung.
  • 1792
    Broker aus New York treffen sich in einem Gebäude an der Wall Street um eine Börse für Aktienhandel zu gründen. Der Name ist heute Synonym für den Handel mit Wertpapieren in aller Welt.

Nun zugegeben es ist eine schnelle Reise durch die Zeit gewesen, aber wir haben das Gefühl in der heutigen Zeit geht es noch schneller mit den
Neuerungen und Wandlungen, gerade im Finanzsektor. Wir werden in Kürze die Zeit nach dem 18. Jahrhundert bis heute weiter beleuchten.

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